An dieser Stelle soll sporadisch
über die neuesten Projekte berichtet werden, über Erfahrungen,
die man im Laufe der Erprobung oder des normalen Flugbetriebes
das Jahr über gemacht hat.
Auch auf technische Fragen von Kundenseite zu soll hier
eingegangen werden.
Zudem werden auf dieser Seite Links zu interessanten Adressen im
Internet aufgelistet, um Ihnen einerseits zusätzliche
Informationsquellen zu nennen, andererseits auch Händler und
Hersteller des zum Modellflug benötigten Equipments. Natürlich
ist diese Liste alles andere als auch nur annähernd
vollständig, sonder rein auf eigener Erfahrung basierend.
2008 wurde Schwestermodell für den Thermiksegler Kranich aufgelegt: der KARO

"KARO" hat eine überarbeitete Rumpfform erhalten,
die bei geringfügig grösser gewordener Höhe nun problemlos den
Servoeinbau im mittleren bis hinteren Tragflächenbereich
ermöglicht und genügend Platz für Elektroflug bereitstellt, so
dass der gleiche Rumpf zum Segeln oder Elektrosegeln verwendet
werden kann.
Durch den leichten, aber stabilen Aufbau von Rumpf und
Tragflächen können auch entsprechend leichte
Antriebskomponenten gewählt werden. Zu dem recht niedrigen
Fluggewicht passt die Profilierung mit dem relativ dünnen MH 32
und die Wahl der Geometrie. So wird dem Thermikspezialisten
Kranich ein Allroundmodell in der gleichen Spannweitenklasse zur
Seite gestellt.
2009 werden die Rümpfe aus der "Karo" - Rumpfform auch für den Kranich und die Sphinx übernommen. Gerade bei diesen leichten Großseglern genügt auch das Raumangebot für die häufig verwendeten bürstenlosen Leichtantriebe.
Der "SKY" wurde modernisiert, um für den SIGMA ein Dreimeter-Schwestermodell mit dynamischen und weniger thermik-spezialisierten Eigenschaften bereit zu halten. Vorgesehen ist ein HQW-2,0/9mod. Wölbklappenprofil, sowie eine Tragflächengeometrie mit Sichelrandbögen. Der V-Leitwerks-Rumpf wurde durch eine neue Konstruktion ersetzt.

Neu überarbeitet ist auch die "Sphinx". Sie erhielt einen neuen Rumpf mit V-Leitwerk und ein neues Tragflächenprofil. Um diesen Thermik-Allroundsegler mit modernen, leichten Antriebskomponenten auszustatten, wird der Rumpf des Karo verwendet. Die Tragfläche hat weiterhin abnehmbare Tiplets, also Aussenflügel mit zusätzlicher V-Form, die eine Spannweitenanpassung von 3,5 und 4 Meter ermöglichen, um das Modell an die Wetter- und Platzverhälnisse anzupassen. Das Profil ist jetzt ein HQW-3,0/12mod.
Die Nurfügelauslegung scheint auch weiterhin das Lieblingsthema zu bleiben. Alle Varianten werden fleißig geflogen, analysiert, kritisiert, optimiert, kalkuliert und modernisiert.
Die bereits im vergangenen Jahr hier eingefügten Gedanken sollen deshalb noch ein wenig länger diesen Platz behalten; zusätzlich zunächst noch einige grundlegende Hinweise auf unsere Auslegung der Unbeschwanzten:
Gegenüber den Pfeilflügeln, den Brettauslegungen, den Horten-Typen und den symmetrisch profilierten einfachen Deltas scheinen mir eine Reihe von Vorteilen für unsere etwas andere Konzeption zu sprechen. Grob gesehen ergeben sich subjektiv und als Diskussionskeim in die Runde geworfen folgende Gesichtspunkte:
Gegenüber dem Brett wird weder
ein Rumpf noch ein Seitenleitwerk benötigt.
Gegenüber dem Pfeilflügel ergeben sich Widerstandseinsparungen
wegen geringerer Außentiefen und dortiger Leitwerksprofilierung.
Gegenüber den Hortens ist die Richtungsstabilität von der
Längsstabilität entkoppelt und ermöglicht daher bessere
Gleitwinkel und Schnellflugeigenschaften.
Gegenüber den Deltas sind die aerodynamischen Bedingungen in
allen Flugbereichen reichhaltiger und zeigen sich auch in den
Leistungen.
Nachfolgend die bereits 2004 eingefügten Anmerkungen zum Thema:
1. wird häufig nach
Sonderfertigungen gefragt. Z.Bsp.: "Ist es möglich, den
Tabu auch mit 3,60 Meter Spannweite zu bekommen?"
oder: "Kann man statt der Winglets auch einen Rumpf zwischen
die Flügel setzen und einen mittigen Leitwerksträger mit einem
großen Seitenruder verwenden, um die Richtungsstabilität zu
erzeugen?"
Generell muß man zum Nachteil
der Nurgeflügel sagen, dass ihre Verwendung leider nicht im
gleichen Maße variabel ist wie die der Leitwerkler. Hier kann
man durchaus schon mal einen anderen Tragflügelsatz verwenden;
notfalls wird ein größeres Höhenleitwerks zur Anpassung
benutzt. Auf Basis eines einzigen Rumpfes lassen sich leicht
mehrere Tragflächen für verschiedene Einsatzbedingungen
ausprobieren.
Beim Nurflügel ist eine ähnliche Wandelbarkeit gänzlich
unmöglich. Schon eine einfache Spannweitenvergrößerung um mehr
als 20 oder 30 Zentimeter kann zu einem völlig unbrauchbaren
Flugverhalten und damit zu einem Mißerfolg führen. Am ehesten
läßt sich diese Vorgehensweise noch bei einem sogenannten
"Brettnurflügel" einsetzen. Das sind bekanntlich mehr
oder weniger ungepfeilte Flügel mit stark S-förmigen Profilen
und einem Rumpf zur Erzielung der Schwerpunktlage. In 95% der
Fälle wird auch ein zentrales Seitenleitwerk verwendet. Außer
diesen sind auch die sogenannten Deltas oder die Detaähnlichen
im Hinblick auf Abwandlungen relativ unkritisch, wegen ihrer
starken Verwandtschaft zu den Brettnurflügeln.
Gepfeilte Nurflügel und noch mehr die Horten-Typen mit Glockenauftriebsverteilung sind mehr oder weniger allergisch gegen Veränderungen. Ihre geometrischen Abmessungen, die Profilierung, die Schränkungsverteilung und die Schwerpunktlage sind ganz grundlegend voneinander abhängig, sodaß bei Veränderung von nur einem dieser Parameter das Gleichgewicht der Kräfte komplett zusammenbricht. Damit geht natürlich entweder eine unbefriedigende Flugleistung einher oder sogar eine totale Unfliegbarkeit. Selbst die rechnerische Voraussage auf die zu erwartenden Eigenschaften, bzw. auf die "Gesundheit der Aerodynamik" ist meist zu ungenau und kommt ohne begleitende praktische Erprobung nicht aus. Daumenreglen, die im Groben schon einmal die Veränderung eines Leitwerklers begleiten und im Einzelfall auch zutreffen können, gibt es für die Nurflügeltypen nicht. Nur mit sehr viel Erfahrung kann von einem vorhandenen Modell auf die Eigenschaften einer Ableitung getippt werden, und selbst dann gibt es noch oft Mißerfolge.
2. möchte ich zum Thema
Nurflügel noch einige Anmerkungen für Horten-Freunde äußern.
Rein optisch betrachtet stellen diese Varianten des
Nurflügelkonzeptes sicherlich die schönsten Kreationen dar. Die
reine Lehre sozusagen; selbst wenn die Originale auch nicht ohne
rudimentäre Rümpfe (später auch große Doppelsitzerrümpfe)
und teils senkrechte Steuerflächen (Spoiler als Seitenruder)
auskamen.
Verwendet man statt der Glocken-Auftriebsverteilung Winglets, so
wird das bereits vereinzelt als Stilbruch bemängelt. Dabei
bieten diese Leitflächen gravierende Vorteile.
a. kann auf die nur für die
Richtungsstabilität erforderliche gewaltige Schränkung
verzichtet werden, die einen unnötigen Widerstand erzeugt.
b. vergrößern die senkrechten Winglets zwar nicht die
geometrische Spannweite, aber effektiv die Streckung und damit
die aerodynamische Güte des Flügels.
c. verhindert die Entkoppelung von Längsstabilität und
Richtungsstabilität unerwünschte Begleiterscheinungen, wie
Schaukelbewegungen und Fahrtverlust beim Beschleunigen.
d. ermöglicht die Entkoppelung eine deutlich praktischere
Schwerpunktrücklage, und schließlich
e. ist der Flieger mit den Winglets deutlich besser in der
Fluglage zu erkennen.
Immer wiederkehrend ist natürlich die
Frage nach der Motorisierung von Elektroseglern.
Beispiel: "Welcher Motor ist denn für den SILK
vorgesehen?" Oder: "Was muß man denn beim PRISMA als
Motorisierung nehmen?"
Natürlich will der Interessent wissen, ob ein eventuell bereits
vorhandener Antrieb verwendbar ist, ob ein Zehn-Zellen-Akku
ausreicht, ob ein Billig-Motor genügend Antriebsleistung
entwickelt etc. Elektroflugneulinge sind generell mit der
Komplexizität des Themas leicht überfordert und müssen beraten
werden.
Grob überschlägige Antworten sind leicht zu geben. Wird ein
bestimmter Name, einge genaue Motorenkennzeichnung erwartet, so
fällt die Antwort deutlich schwerer. Erstens sollen keine
speziellen Fabrikate bevorzugt werden, zweitens sind manche
Vorbehalte gegenüber speziellen Namen nicht aus eigener
Erfahrung entstanden, drittens sind längst nicht alle Motoren
selbst erprobt.
Zwar liegt eine gewisse Menge an Erfahrungen mit
Antriebskonzepten vor und wird auch hier zugänglich gemacht,
allerdings ist diese alles andere als umfassend, und kann es
aufgrund mangelnder Zeit auch nicht werden, weil immer neue
Antriebe das Angebot erweitern; schneller, als die Modelle
abgelegt werden.
Deshalb soll über die zur Verfügung gestellte Antriebsliste
hinaus nun eine Seite mit Kundenvorschlägen eingefügt werden.
Diese wird zunächst aus den Kontakten der letzten Jahre
zusammengetragen und kann fortlaufend entsprechend Ihren Angaben
erweitert werden.
Die Gedanken zum Themenkomplex "V-Leitwerk" möchte ich noch weiter hier stehen lassen. Diskussionen und Fragen dazu bleiben ja weiterhin aktuell
Nach meinem Eindruck, und ich
denke, dass ich anhand der Verfügbarkeit beider Formen bei
vielen Modellen im SMG-Programm genügend
Beobachtungsmöglichkeit genieße, möchte ich auf eine sehr
einfache Formel zurück kommen:
"Wie es euch gefällt!"
Will meinen, dass der optische Genuß allein die Entscheidung
treffen sollte.
Wer Modelle für bestimmte Bereiche der Segelflugleistung konstruiert, sollte die Vor- und Nachteile der beiden Lösungen kennen und dem Modelltyp entsprechend einsetzen. Sind beide Möglichkeiten sinnvoll einsetzbar, so werden auch beide eingesetzt.
Dennoch möchte ich für Hintergrundinteressierte stichwortartig zu beiden Leitwerksformen die Vor- und Nachteile auflisten, die nach meiner theoretischen und praktischen Auffassung vorhanden sind. Formeln, Meßwerte und Grafiken werde ich an dieser Stelle allerdings dazu nicht liefern. Meßwerte aus Bordcomputererfassung sind zwar vorhanden, lassen aber aufgrund der geringen Leistungsunterschiede, die in jedem Fall von den Witterungsbedingungen überdeckt werden, keine real erfassbaren Zahlendifferenzen ernten.
Das Kreuzleitwerk findet hier keine Beachtung, weil es schon allein aus der Problematik der vier vorhandenen Interferenzecken gegenüber zweien beim T-Leitwerk und nur einer beim V erhebliche Nachteile mit sich bringt und keine praktischen Nutzvorteile dagegensetzen kann, wie zum Beispiel einfacherer Aufbau, Gewichtsunterschied, Montagevereinfachung oder ähnliches.
| Leitwerksform | T-Leitwerk | V-Leitwerk | ||
| Vorteile | In Normalfluglage keine Verluste durch diesinnrichtig liegenden Wirkebenen | Beim Kreisflug annähernd deckungsgleiche Lage der LW-Hälften zu den Wirkebenen |
||
| HL wirkt als Endscheibe zum SL | Nur ein einziger Winkel, in dem bremsende
Interferenzströmungen entstehen. Zudem größer als 95 Grad. |
|||
| Ruderausschläge erzeugen keine zusätzlichen Momente in anderen Flugebenen |
Hohe Streckung des HL, da diese auf die tatsächlichen beiden Spannweiten der LW-Hälften gerechnet werden muß. | |||
| Gute Richtungsstabilität beim Horizontalflug entsprechend der SL-Wirksamkeit | Gute Kreisflugstabilität mit guter Nutzung der zusätzlich entstehenden Kräfte in der Rollebene.Stabilisierung. | |||
| Einfache Montage bei gedämpfter LW-Form. | Sehr gute Gewichtsbilanz. Geringe Massenträgheit | |||
| Servomontage im Heck möglich beim Elektrosegler | Sehr bruchunempfindlich | |||
| Nachteile | Gewichtsnachteil | Anlenkung etwas aufwendig und bei großen Ruderwegen evtl. kritisch wegen der Kreisbahn der Ruderhörner. |
||
| Massenträgheit des HL belastet den Rumpf bei harten Landungen | Je nach Bauform sperrig beim Transport | |||
| Falsche Lage der Wirkrichtungen beim Kreisen | Falsche Lage der Wirkrichtungen beim Geradeausflug. Daher werden zusätzliche Momente erzeugt, die keine nutzbringende Wirkung hervorrufen. Daher Defizit besonders in der SL-Funktion. | |||
| Geringe Streckungen von HL und besonders SL. | Gierbewegungen ergeben Drehung um die Querachse. | |||
| Theoretisch höherer Widerstand durch die geringen Streckungen und die Interferenzverluste. | Geringe Ruderwegunterschiede können bereits zu unbeabsichtigten Steuerfehlwirkungen führen. Bsp.: Rollbewegungen beim schnellen Looping. |
www.heerdegen-balsaholz.de
Balsaholz, Federstähle, etc. etc.
http://www.kontronik.com Motoren und Regler
http://www.Plettenberg-Motoren.com Motoren
http://www.lrp-electronic.de Motoren etc.
http://www.schulze-elektronik.com Regler
www.aero-naut.de Modellbaubedarf, Motoren, Modelle, etc. (Link inaktiv
wegen Framedominanz)
www.aufwind-magazin.de Fachzeitschrift
http://www.neckar-verlag.de Fachzeitschrift
http://www.vth.de Fachzeitschrift
http://www.sielemann.de Profilberechnung
http://www.sammelleidenschaft.de - auch den Modellbau betreffend
http://www.Modellbaukleinanzeigen.de - interessante Plattform
www.flying-wing.de/fw_tabu.html
- Nurflügelseite, Testbericht TABU
www.medhurst.de - Tim
Medhurst, private Seite
www.rc-network.de Forum
für Modellflieger, gute Nurflügeldiskussionen
www.mobasu.de
Modellbau-Suchmaschine
www.mfc-hameln-lachem.de
Modellflug-Club-Hameln
www.modellantriebe.de
Modellflugzubehör, Elektromotoren und Regler verschiedener
Marken
www.cnc-step.com HEIZ CNC-Technik
www.tamunde.de/kategorie-modellbau
Marktplatz
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